Schlagfertigkeit ist kein Hexenwerk
- Hardy Kistner

- 13. Apr.
- 1 Min. Lesezeit
„Ich bin einfach nicht schlagfertig. Das kann man doch nicht lernen.“

Diesen Satz habe ich erst kürzlich wieder gehört.
Und ehrlich gesagt: Er hält sich hartnäckig – ist aber schlicht falsch.
In meinen Schlagfertigkeitskursen zeigt sich immer wieder ein anderes Bild.
Den meisten Menschen fehlt es nicht an Ideen.
Was sie zurückhält, ist die Hemmung, überhaupt zu reagieren.
Dabei braucht es oft gar nicht die perfekte Antwort.
Du hast ungefähr drei Sekunden.
Es muss nicht brillant sein.
Es muss nur eines signalisieren:
„Mit mir musst du rechnen.“
Wenn du dabei ruhig bleibst, aufrecht stehst und deinem Gegenüber in die Augen schaust, hast du bereits viel erreicht.
Denn worum geht es bei solchen Angriffen häufig wirklich?
Selten um Inhalte – meist um Status.
Wer dich treffen will, will sehen, dass du getroffen bist.
Und genau das kannst du unterbrechen.
Reagierst du klar und sichtbar, passiert etwas Interessantes:
Vielleicht kommt noch ein zweiter Versuch.
Manchmal auch ein dritter.
Aber dann ist in der Regel Schluss.
Weil deutlich wird:
Bei dir funktioniert das nicht.
Und genau in diesem Moment kippt die Dynamik.
Schlagfertigkeit ist kein angeborenes Talent.
Sie ist eine Entscheidung – und eine Fähigkeit, die sich trainieren lässt.
In meinem anstehenden Wochenendkurs geht es genau darum: Menschen darin zu stärken, für sich einzustehen und handlungsfähig zu bleiben. Ich freue mich darauf.



