top of page

Wie gelingt nachhaltiges Lernen im Training wirklich?


In meiner Arbeit als Trainer zeigt sich immer wieder: Nachhaltiges Lernen entsteht nicht dadurch, dass Teilnehmenden möglichst viele Methoden oder Tools vermittelt werden. Im Gegenteil – ein Übermaß an Input führt häufig dazu, dass Inhalte oberflächlich bleiben und schnell wieder verloren gehen.


Der entscheidende Faktor ist ein anderer: **Resonanz**.


Erst wenn Menschen in Beziehung zu den Inhalten treten, sie emotional und kognitiv verarbeiten und in Bezug zu ihrer eigenen Realität setzen, beginnt Lernen wirksam zu werden. Reines Faktenwissen bleibt ohne diesen Bezug abstrakt. Es lässt sich vielleicht kurzfristig abrufen, entfaltet aber keine nachhaltige Wirkung im Alltag.


Deshalb spielt Reflexion in meinen Trainings eine zentrale Rolle.


Ich arbeite gezielt mit Fragen wie:


* Was bedeutet das Gelernte für meinen eigenen Kontext?

* Wie fühlt sich ein Tool in der konkreten Anwendung an?

* Wo entstehen Widerstände – und was steckt dahinter?


Diese Fragen öffnen Räume für individuelle Auseinandersetzung. Sie machen aus Inhalten persönliche Erfahrungen.


Ein wesentliches Element meiner Trainings sind dabei wiederkehrende Reflexionsformate.


Ab dem zweiten Trainingstag beginne ich mit der sogenannten **„Merk-würdig Runde“**:

Was ist es wert, behalten zu werden?

Was ist hängen geblieben?

Was hat bewegt oder irritiert?

Was möchte ich vertiefen?


Am Ende eines Trainingstages folgt eine Abschlussrunde:

Was war heute besonders relevant?

Was nehme ich konkret mit?

Mit welchem Gefühl gehe ich aus dem Tag?


Ergänzt werden diese durch kleinere Reflexionsschleifen im Verlauf des Trainings. So entsteht ein kontinuierlicher Prozess der Verankerung.


Denn nachhaltiges Lernen braucht mehr als Verstehen – es braucht Erleben.


Ein aktuelles Beispiel aus meiner Praxis ist der Kurs *„Karriereboost durch Improtheater: Kooperatives Miteinander stärken und Grenzen erweitern“*. Gerade in diesem Setting wird deutlich, wie stark Lernen über Erfahrung funktioniert. Die Reflexionsrunden zu Beginn und am Ende jeder Einheit bringen regelmäßig überraschende Erkenntnisse hervor – oft genau dort, wo Teilnehmende zuvor keine bewusste Wahrnehmung hatten.


Und vielleicht der wichtigste Punkt:

Ein Modell bleibt IMMER NUR ein Modell.


Erst wenn ich den persönlichen Nutzen erkenne, es in meine eigene Denk- und Arbeitsweise integriere und beginne, es aktiv anzuwenden, wird es lebendig. Genau hier kommt die Metaebene ins Spiel – das bewusste Reflektieren über das eigene Erleben und Lernen.


Ohne diese Ebene bleibt Wissen Theorie.

Mit ihr wird Lernen wirksam.

 
 

HARDY KISTNER

Richardstr. 39

D-12043 Berlin

​​+49 (0) 177 528 05 07

Kistner, Logo.png
  • LinkedIn

© 2026

bottom of page